Hilfe für Wirtschaft und Sanierung Werner-Jaeger-Halle gehen gemeinsam

19. April 2020 Frederic Frucht

CDU Nettetal gegen falsche Alternativendiskussion

Die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in Nettetal und die Sanierung der Werner-Jaeger-Halle schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil: wir wollen, dass unser schönes Nettetal nach der Krise in seiner Vielfalt von Kultur, sozialem Miteinander und wirtschaftlicher Dynamik wieder aufblühen kann. Deshalb unterstützt die Stadt Unternehmen, Mittelstand und Einzelhandel. Deshalb ist aber auch die Erhaltung und Gestaltung des kulturellen Lebens von hohem Wert.

Mit großem Befremden stellt die CDU Nettetal fest, dass scheinbar mit Unterstützung von WIN Unterschriften für den Abriss der Werner-Jaeger-Halle ausgerechnet mit dem Argument geworben wird, dadurch könnte die Nettetaler Wirtschaft unterstützt werden. Das ist kurzsichtig und sachlich falsch. „Es handelt sich bei den Ausgaben für die Sanierung um langfristige Investitionen. Wie bei jedem Kaufmann werden diese Investitionen über 40 Jahre finanziert und abgeschrieben. Bezogen auf ein Jahr betragen diese Aufwendungen im Haushalt daher nicht 10 Millionen Euro, sondern lediglich 250.000 Euro,“ erläutert Parteivorsitzender Marcus Optendrenk. Dagegen sind Ausgaben für Corona-Soforthilfe aus dem laufenden Haushalt sofort und vollständig zu finanzieren. „Der Verzicht auf Baumaßnahmen wie bei der Werner-Jaeger-Halle bringt dafür nichts“, so Fraktionsvorsitzender Jürgen Boyxen.
Zudem hat die Landesregierung angekündigt, die Kommunen wie den Mittelstand in der Krise weiter zu unterstützen.
„Es ist deshalb kurzsichtig, sich gegen die Aula für unser Gymnasium und unser überregional bekanntes „Kleines Theater mit großen Gästen“ zu entscheiden“, so Boyxen weiter.
Die CDU Nettetal weist darauf hin, dass es mit den Dringlichkeitsbeschlüssen des Rates auch schon deutliche Signale an die heimische Wirtschaft gibt, dass Rat und Verwaltung diese in den kommenden Wochen und Monaten durch ein Entlastungspaket über die Milliardenhilfen von Bund und Land hinaus unterstützen werden.