Die aktuellen Aktionen

Mittwoch, 10. Juli 2013

CDU Frauen diskutieren mit ihren Landtagsabgeordneten

Von: Frauen Union Nettetal, Gaby Glatz

Kreis-Frauen Union trifft sich in Nettetal: Auf Einladung der FU Vorsitzenden von Nettetal Gaby Glatz trafen sich die Kreis-Frauen in der Lüthemühle im Rahmen einer erweiterten Vorstandssitzung mit den beiden Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk und Stefan Berger. Diese berichteten kurz über die Ist-Situation im Landtag seit den Neuwahlen und über bevorstehende Veränderungen und Entscheidungen, die je nach Ausgang der Bundestagswahl anstehen.

Hierbei beklagte Berger die “Entpolitisierung“ der Politik durch Hannelore Kraft, die allein durch Gutmenschentum die Geschicke unseres Bundeslandes nicht erfolgreich leiten können wird. Jedoch wird die Doppelspitze Laumann/Laschet auch durchaus kritisch gesehen.

Optendrenk informierte über das Desaster der Beamtenbesoldung, indem die vermeintlich Starken -sprich Gutverdiener - der Gesellschaft belastet werden, indem sie von Tariferhöhungen ausgeschlossen werden. Aber es gibt da auch die teilzeitarbeitende Alleinerzieherin im öffentlichen Dienst, die im Regen stehen gelassen wird.

Zum Thema Schulpolitik beklagten die Frauen unisono mit Berger den Niedergang des dreigliedrigen Schulsystems, was letztlich im Rahmen des Schulkonsenses nicht zu verhindern war. Fachkundige Teilnehmerinnen bezweifelten, dass Hauptschüler in der Gesamtschule pauschal gut aufgehoben sind, sondern befürchten eher, dass diese dort „untergehen“.

Und schon brandete erneut das Thema Inklusion auf, das zurzeit nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch viele Eltern beschäftigt. Einhellig begrüßt wurde die Idee und der Ansatz der Inklusion, denn natürlich sollen Menschen mit Handicap nicht ausgegrenzt, sondern Teil unserer Gesellschaft sein, und dies beginnt in Kindergarten und Schule. Äußerst kritisch sahen alle Diskussionsteilnehmer jedoch die Art und Weise der Umsetzung des Gesetzes, insbesondere die Zerschlagung der ausgezeichnete Arbeit leistenden Förderschulen. Es wurden insbesondere auch die Ängste der Eltern angesprochen: Wird mein behindertes Kind auch ausreichend gefördert? Lernt mein Kind ohne Handicap weniger und fällt in seinen Leistungen zurück? Hier ist sicherlich noch mehr Diskussions- und Informationsbedarf.

Zum Abschluss des Abends bat Berger die Anwesenden, mehr Frauen für die Politik zu begeistern. Insbesondere in Schwalmtal, wo er auch Stadtverbandsvorsitzender ist, wünscht er sich mehr Frauen im Rat und als sachkundige Bürgerinnen. Ein hehrer Wunsch, wie ihm bestätigt wurde, aber die Rollenverteilung ist immer noch so, dass die Mehrfachbelastung Beruf-Familie-Haushalt-Politik, insbesondere für die gewünschten jüngeren Frauen mit Kindern oder am Karriereanfang, kaum zu meistern ist.