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Freitag, 13. Januar 2012

Planungs-Streifzug durch alle sechs Stadtteile

Von: Frauen Union Nettetal

Nettetal. „Das war ganz toll!“ lobte Gaby Glatz nach gut zwei Stunden die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, die während der Jahres-Mitgliederversammlung der Frauen Union einen Streifzug durch die Stadtplanung aller sechs Stadtteile machte.
Gut zwei Dutzend Frauen kamen zur Mitgliederversammlung in die Lüthemühle.
Die Frauen beschränkten sich aber nicht auf`s Zuhören. Sie fragten nach, gaben Anregungen. So wünschten sich die Breyeller und die Kaldenkirchener Projekte für`s barrierefreie Wohnen. Für das Niedieck-Gelände wurde ein zentrumnaher Indoor-Spielplatz angeregt. Sie erkundigten sich nach der Zukunft des MEG Geländes an der B 7 zwischen Breyell und Lötsch und erfuhren, dass die Stadt mit der Bezirksregierung wegen der Anlage eines Gewerbegebietes steht. „Wir können uns dort ein kleines Gewerbegebiet zwischen A 61 und B 7 sehr gut vorstellen. Es ist gut an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen.“ 
Die Frauen regten an, Bordsteine abzusenken., Hier sollte ein Prioritätenplan entwickelt werden. Immer mehr Rollstuhl- und Rollifahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder auch Kinder die mit ihren Rädern den Gehweg benutzen müssen haben Probleme schnell und sicher die oft hohen Bordsteine zu überwinden. 
Die Frauen erfuhren aber auch, dass Nettetal längst keine Insel mehr ist auf der die Stadt alles selbst lösen kann. Die Globalisierung wirkt sich nachteilig auf die Stadtentwicklung aus. Zwei Beispiele: Auf die Frage was mit dem ehemaligen Karstadt/Hertie-Gebäude in Lobberich geschehe, erinnerte Fritzsche, dass eine englische Gesellschaft Eigentümer ist und das englische Insolvenzrecht gilt – und das dauert. Die Stadt habe mehrere Interessenten für das Objekt vermittelt. „ Lösungen scheiterten bisher am englischen Eigentümer und am englischen Recht.“ Globale Restriktionen wirken sich auch negativ auf die Entwicklung des Breyeller Rötzelgeländes aus. Eigentümer ist eine iranische Firma, so dass auch der Verkauf letztlich an den Folgen des UN Embargos scheiterte weil der Verkaufserlös nicht in den Iran transferiert werden darf. „Auch hier hatten wir interessierte Projektentwickler vermittelt, aber wir bleiben am Ball.“  Allerdings: „Die Riesenfläche lasse sich in nächster Zeit wohl nicht entwickeln.“ Vorrang habe für Breyell jetzt der Bau des P + R- Platzes südlich des Bahnhofs. „Warum dauert das so lange. Es sollte doch schon 2011 fertig sein?“ hinterfragte Vera Gäbler., Antwort: Die Grundstückskäufe erwiesen sich schwieriger als erwartet.“
Barrierefreies Wohnen sei für Breyell geplant. Bisher fehle ein geeignetes Grundstück. Man sei in Verhandlungen. Das gleiche gelte für Kaldenkirchen.
In Hinsbeck sei ein privater Investor (Marienheim) aktiv geworden. In Lobberich boten sich zwei Grundstücke (Bongartzstift und Rektor Budde/Wevelinghover Straße) an. Könnten in Kaldenkirchen dafür Baulücken an der Straße „Zur Lerche“ genutzt werden. Diese seien zentrumsnah, zwar im Privatbesitz aber zu erwerben. Fritzsche sagte Prüfung zu. 
Für Leuth sei der Bebauungsplan „südlich Hampoel“ mit Erschließung über den Kreisverkehr an der K 3/Einmündung Zum Wedemhof in Entwicklung. Allerdings müsse ein Investor gefunden werden. Die Stadt wolle Leuth auf jeden Fall weiter entwickeln. Für Schaag stehe der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses auf der Agenda. In Hinsbeck liefen die Ausschreibungen für den Bebauungsplan barrierefreies Wohnen am Marienheim. In Lobberich werde in Kürze auf dem Gelände Bongartzstift im Stadtzentrum mit dem Bau von 8 Wohnungen und 350 qm Verkaufsflächen im Erdgeschoss begonnen.
„Alles barrierefrei mit Aufzug.“ PKWs werden nicht über die Fußgängerzone sondern von der Johann Cleven Straße her zu den Stellplätzen fahren können.
Die wohl größte öffentliche und private Investition  sei in Kaldenkirchen sichtbar (A 61/A 73 und Gewerbepark VeNeTe. „Hier werden mehr als einhundert Millionen investiert.“ Wie kommt Schwanenhaus nach Kaldenkirchen, wenn die Straße „An der Kleinbahn ausgebaut und verbreitert wird?“ Fritsche: Wir haben versprochen Schwanenhaus bleibt zugänglich. Sobald die Autobahn und die Basisstraße durch VeNeTe fertig ist, kann der Verkehr von Kaldenkirchen nach Schwanenhaus und zurück über diese Straße fließen. Erst dann wird die alte B 7/An der Kleinbahn um und ausgebaut!“
Beifall gab`s auch für den Jahresrückblick der Frauen Union. Erinnert wurde an die Besuche bei NetteVital, im HPZ, den Pannenkurs im Autohaus Timmermanns und den Besuch im Krankenhaus bei dem Dr. Jochen Post führte. Auch für 2012 stehen schon einige Termine fest: Am Mittwoch, 8. Februar 2012, 16 Uhr, ist ein Besuch bei Fontys Venlo und am 1. März im Küchenstudio Thelen Leuth  geplant. Noch im ersten Halbjahr vor den Sommerferien will man gemeinsam die Weltgarten-Expo Floriade (April bis Oktober 2012) besuchen. „So nah kriegen wir ein solches Ereignis nie mehr.“ bemerkte Gaby Glatz.