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Mittwoch, 15. Februar 2012

Frauen Union im Fontys Hörsaal: Vier Jahre bis zum Bachelor – dann schneller zum Master! Kein numerus clausus

Von: Frauen Union Nettetal, Eberhard Lange

Im Hörsaal der Fontys Hochschule Venlo informierte sich die Frauen Union Nettetal. Das Interesse an der Hochschule, an der mehr als die Häfte der 3500 Studenten aus Deutschland kommen, wovon mehr als 200 in Nettetal wohnen, übertraf die kühnsten Erwartungen. 34 Nettetaler fuhren am Mittwoch zur Fontys.

Nettetal/Venlo. Von 3500 Fontys Studenten sind mehr als die Hälfte Deutsche. Gut 200 wohnen in Nettetal. Das war für die Frauen Union Nettetal Anlasse sich bei Fontys zu informieren. Für gut drei Stunden tauschten 34 Nettetaler Frauen ihren Arbeitsplatz in Nettetal mit einem Platz im Hörsaal der Fontys-Hochschule in Venlo. Dort dozierte Maike Busch über die Fontys Hochschulen im Allgemeinen und Fontys Venlo im speziellen: „Als ich im Sommer 2003 hier mein Studium Bachelor begann, da waren in meinem Jahrgang gerade mal 40 Deutsche. Alles war kleiner.“

In diesem Jahr seien in ihrem Fachbereich 2 niederländische, 10 deutsche und zwei internationale Klassen eingerichtet. Fontys werde internationaler. Das Ziel sei die Unterrichtssprache Englisch für alle. „Wir vermitteln international anerkannte Abschlüsse, wir fördern die individuellen Fähigkeiten.“ Natürlich werden weiterhin deutsche, niederländische und englische Module angeboten. „Unsere Studenten werden zum internationalen Arbeitseinsatz befähigt. Deshalb sind die Praktika auch international“

Venlo habe sich inzwischen zu einem international anerkannten Hochschulstandort mit weltweit 60 Partnerhochschulen entwickelt. 3500 Studierende, davon mehr als die Hälfte Deutsche, studierten bei Fontys Venlo.

Ein Jahr länger als in Deutschland zum Bachelor – Studiengebühr 1771 Euro

Wer bei Fontys den Bachelor erwerben will, der muss vier Jahre studieren. „Ein Jahr länger als in Deutschland.“ In diesen vier Jahren sei allerdings bereits das Praxisjahr enthalten. Mit dem vierjährigen Bachelor Studium habe man sich international orientiert. Die Mehrzahl der Partner-Universitäten in den USA, England, Asien und Osteuropa erleichtern den vierjährigen Bachelor-Studenten danach das verkürzte Master-Studium. „Wer in Deutschland den Bachelor erworben hat, braucht anschließend länger zum Master.“

Weder durch das um ein Jahr längere Bachelor-Studium noch die jährliche Studiengebühr von 1771 Euro habe Venlo an Attraktivität bei deutschen Studierenden verloren. „Die Nachfrage ist ungebrochen groß. Das mag auch daran liegen dass wir keinen Numerus Clausus haben.“ so Maike Busch. „Jeder der die BefähigungngngnHochschulstudiummmmm (Abitur) hat, kann in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften wie International Business Economics, International Marketing, International Business Management Studies oder International Food and Flower Marketing studieren.

Aber auch Ingenieurwissenschaften wie Industrielles Produkt Design, Maschinenbau, Mechatronik, Software Engeneering, Wirtschaftsinformatik oder Logistik Management.

Neu ist, dass Fontys Venlo für den Fachbereich Internationall Marketing das Masterstudium mit der University Plymoth/England kooperiert und in Venlo mit der Firma Philips Eindhoven in Sachen Masterstudium zusammenarbeitet. Chinesische und osteuropäische Studenten und Mitarbeiter die bei Philips ihr technisches Praktikum machen kommen zum Master-Studium mehrmals pro Woche nach Venlo.

Roger Grandjean, Studienberater für deutsche Studenten in Venlo führte die Nettetaler durch die Gehäude und unterstrich: Jeder Student hat hier einen Coach. An den kann sich der Student wenden, allerdings fragt der Coach auch schon mal nach, warum er für die letzten Klausuren nur fünf von zehn Punkten bekam. Der Rat „Du musst mehr tun.“ mag dem einen oder anderen der mehr studentische Freiheit wünscht nicht passen. „Der diese Nähe und der den Klassenverband nicht wünscht, der ist hier bei uns vielleicht nicht so gut aufgehoben. Hier lernt man was, hier sind die Abschlüsse international anerkannt. Bei Firmen und bei Hochschulen.“

Grandjean verwies auf die „sehr flache Hierarchie und die open Door Politik.“ Jeder Student könne jederzeit seinen Dozenten in dessen Büro ansprechen. Nicht anklopfen. Reingehen. Problem vortragen.“

Was den Nettetaler Frauen besonders auffiel: Alles ist hier so sauber. Keine Schmierereien an den Wänden, kein Schmutz auf den Böden.“

Am 20. Juni 2012 fährt die Frauen Union Nettetal wieder nach Venlo: Dann geht’s ans westliche Maasufer zur Weltgartenbau-Ausstellung Floriade.