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Sonntag, 19. Oktober 2014

Fracking in den Niederlanden darf so nicht kommen

Von: Dr. Marcus Optendrenk

Die CDU im Kreis Viersen hält eine Schiefergasgewinnung durch Fracking im niederländischen Grenzraum für zu gefährlich.

„Mit den heutigen Methoden ist nicht sicher gestellt, dass unser Grundwasser keinen Schaden nimmt. Deshalb lehnen wir die Initiative der niederländischen Regierung ab, die Nutzungsmöglichkeiten für Fracking weiter zu prüfen“, so CDU-Kreisvorsitzender Marcus Optendrenk.

Die CDU hatte diese Position als förmlichen Einspruch bereits im Sommer an die Regierung in Den Haag geschickt. Der „Rijksdienst voor Ondernemend Nederland“ hat die Viersener CDU darüber informiert, dass die Stellungnahme akzeptiert und zu den öffentlich zugänglichen Beteiligungsunterlagen genommen worden ist (s. Anlage).

Die gesammelten Widersprüche sind auf der Webseite des Büros für Energieprojekte (www.bureau-energieprojecten.nl) veröffentlicht. Bis Weihnachten soll durch die Behörden ein Bericht darüber erstellt werden, welche Grundlagen für eine Umweltverträglichkeitsstudie angenommen werden.

„Deshalb sind unsere kritischen Hinweise und Stellungnahmen für das Verfahren so wichtig,“ so der CDU-Vorsitzende. Die größten Probleme sehen die Christdemokraten im Kreis darin, dass die Fracking-Unternehmen den chemischen Cocktail für ihre Bohrungen nicht offen legen wollen.

„Es kann doch keinen Freibrief dafür geben in der Hoffnung, dass schon nichts passiert“, so Optendrenk. Zudem gehe das Schiefergas ja nicht verloren, sondern könne möglicherweise in einigen Jahrzehnten mit umweltverträglichen Methoden gewonnen werden.

„Bis dahin muss Umwelt- und Grundwasserschutz einfach Vorrang haben“, so die CDU im Kreis.


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