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Freitag, 11. Mai 2012

Landtagswahl 2012: Optendrenk und Berger ziehen direkt

Von: Kreis Viersen

Landrat Peter Ottmann (r.) gratuliert im Forum den Kreis Viersener Landtagsabgeordneten (v.l.) Dr. Marcus Optendrenk (CDU), Martina Maaßen (Grüne), Dr. Stefan Berger (CDU) und Dietmar Brockes (FDP)

Es ist  20.30 Uhr, als Kreiswahlleiter Landrat Peter Ottmann das vorläufige Endergebnis zur Landtagswahl 2012 verkündet. Gewählt ist direkt im Wahlkreis 51, Viersen I (Viersen, Willich und Schwalmtal) Dr. Stefan Berger, CDU, mit 40,06 Prozent. Im Wahlkreis 52, Viersen II (Kempen, Tönisvorst, Grefrath, Nettetal, Brüggen und Niederkrüchten) ist es Dr. Marcus Optendrenk, CDU, mit 38,63 Prozent der Wählerstimmen. Berger bleibt damit im Landtag, Optendrenk tritt das Erbe von Christian Weisbrich an, der aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte.

Als sicher galt am Abend, dass die Viersenerin Martina Maaßen (Grüne) über die Landesliste ins NRW-Parlament einzieht. Auch der Brachter Liberale Dietmar Brockes,  wird durch seinen sicheren Listenplatz 7 wieder in den Düsseldorfer Landtag einziehen. Chancen auf einen Sitz im Landtag hat auch der Viersener Nico Kern von den PIRATEN. Er steht auf Platz 7 der Landesliste. 

Bei rund 228.000 Wahlberechtigten in den beiden Wahlkreisen haben 138.499 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 60,84 Prozent. Bei der letzten Landtagswahl gaben von 228.000 Wahlberechtigten 135.716 ihre Stimmen ab, die Wahlbeteiligung ist mit 60,84 Prozent also im Vergleich zum Jahr 2010 annähernd stabil geblieben. Damals waren es 59,65 Prozent.

In beiden Wahlkreisen zusammengenommen entfielen bei der Zweitstimme 30,91 Prozent auf die CDU, 34,07 Prozent auf die SPD, 10,14 Prozent auf die Grünen, 11,06 Prozent auf die FDP, 1,88 Prozent auf die LINKE, 7,96 Prozent auf Die PIRATEN und auf die sonstigen Parteien 5,86 Prozent. Bei der Landtagswahl 2010 waren es zum Vergleich: CDU: 40,79 Prozent, SPD: 31,88 Prozent, FDP: 6,71 Prozent, Grüne: 9,69 Prozent, Linke: 5,17 Prozent, die PIRATEN: 1,2 Prozent, Sonstige: 4,5 Prozent.

Stimmen aus dem Kreishaus-Forum:
Peter Ottmann, Landrat Kreis Viersen: „Die geringe Wahlbeteiligung ist erschreckend und bedauerlich. Den gewählten fünf Landtagskandidaten Dr. Berger, Dr. Optendrenk, Martina Maaßen, Dietmar Brockes und Nico Kern wünsche ich in Düsseldorf viel Erfolg und gute Entscheidungen für den Kreis Viersen. Allen Helfern in den Wahlbüros danke ich herzlich; ebenso den Wahlhelfern aus dem Kreishaus für ihren Einsatz für die Demokratie.“
Dr. Stefan Berger (CDU), als Direktkandidat wie vor zwei Jahren im Wahlkreis 51 in den Landtag eingezogen: „Ich freue mich über mein gutes Ergebnis und danke allen Wählerinnen und Wählern. Insgesamt ist es aber eine klare und bittere Niederlage für die NRW-CDU. Ich wünsche mir einen Nachfolger für Norbert Röttgen, der wirklich Ministerpräsident dieses Landes werden möchte.“
Dr. Marcus Optendrenk (CDU), als Direktkandidat im Wahlkreis 52 erstmals in den Landtag eingezogen: „Mit meinem Ergebnis kann ich zufrieden sein. Bei den Erststimmen hat die CDU im Kreis Viersen weniger verloren als bei den Zweitstimmen. Die Wählerstimmen sind Auftrag: Für die kommenden fünf Jahre haben wir den Anspruch, bürgernahe Politik zu machen.“
Martina Maaßen (Grünen), wie 2010 über die Landesliste in den Landtag gezogen: „Die Wahl ist die Bestätigung für unsere Politik. Wir haben in einer schwierigen Situation mit den Piraten als neuer Partei Stärke gezeigt. Als Erfahrung aus der Minderheitsregierung nehmen wir mit, auf die Opposition zuzugehen und Sachfragen auf eine möglichst breite Mehrheit zu stellen.“
Dietmar Brockes (FDP), ebenfalls wieder über die Landesliste in den Landtag gezogen: „Ich habe erneut den Auftrag von den FDP-Wählern bekommen. Dafür vielen Dank. Wir sind die Alternative zu Rot-Grün, dem wollen wir in der Opposition gerecht werden. Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Es zeigt: Ehrliche Politik wird vom Wähler honoriert.“
Ozan Atakani (SPD), Direktkandidat im Wahlkreis 51: „Wir haben das Landesziel erreicht: eine klare Mehrheit für Rot-Grün. Ich persönlich werde die kommenden Jahre nutzen, um meine politische Tätigkeit über die Grenzen Viersens hinaus auszuweiten.“
Jörg Giese von der Piratenpartei in Viersen: „Eine schöne Wahl, wir sind zufrieden. Unser Ziel waren 5 Prozent plus X. Das haben wir erreicht.“

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