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Donnerstag, 30. August 2012

Der Wald als Wirtschaftsfaktor

Von: Uwe Schummer, MdB

Uwe Schummer, Bundestagsabgeordneter des Kreises Viersen, und sein Landtagskollege, Dr. Marcus Optendrenk, machten auf ihrer Sommertour im Rahmen der „Parlamentarischen Sommerpause“ einen Halt in Niederkrüchten, um sich ein Bild von der Arbeit der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Niederkrüchten-Schwalmtal zu machen. „Unser Gebiet umfasst eine Fläche von rund 3.840 Hektar Wald“, erläuterte der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft, Franz Jansen, den beiden Abgeordneten. „Das entspricht ungefähr einem Drittel der beiden Gemeindeflächen von Schwalmtal und Niederkrüchten“, so Jansen weiter. Im Vergleich zu anderen Kommunen ist das ein sehr hoher Waldanteil in Nordrhein-Westfalen und am Niederrhein.

Bei einer gemeinsamen Waldbegehung unter der Leitung von Försterin

Johanna Schulwitz erfuhren die Politiker, dass jährlich rund 4.000 Kubikmeter Holz, meist aus Pflegedurchforstungen, geerntet und anschließend vermarktet werden. „Dem Wald kommt mehr und mehr eine wirtschaftliche Bedeutung zu“, so Schulwitz. Bei der Forstbetriebsgemeinschaft handelt es sich um einen wirtschaftlichen Verein. Ein Großteil der Waldflächen befindet sich in Privatbesitz. Die Waldeigentümer können Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft werden, bleiben aber für ihren Wald weiterhin verantwortlich. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf nutzen die Eigentümer für die nachhaltige Pflege ihrer Wälder. Es gilt aber der Grundsatz: „Es wird niemals mehr Holz geerntet, als gleichzeitig zuwächst“. Schummer und Optendrenk lobten die nachhaltige Nutzung der Wälder durch die FBG. „So lebt man Nachhaltigkeit, ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften“, so Schummer.

Auch erfuhren die Politiker bei der Begehung, welche Baumarten anteilig am meisten auf der regionalen Waldfläche vertreten sind: Ganz vorne ist die Kiefer mit einem Anteil von 42 Prozent, dann die Birke/Erle, dicht gefolgt von der Eiche zu finden. Im Anschluss ließen sich die Abgeordneten auf „Gut Meinfeld“ das holzbetriebene Heizkraftwerk des Gutshofes von Jan Behlau erklären. „Herr Behlau zeigt auf „Gut Meinfeld’, wie die Energiewende funktionieren kann und der Einsatz von alternativer Energie sinnvoll genutzt wird“; so der Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk.

Hintergrund:

Weitere Informationen werden unter www.wald-und-holz.nrw.de bereitgestellt.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Niederkrüchten-Schwalmtal ist eine von über 260 in Nordrhein Westfalen. Insgesamt zählen rund 300 Waldeigentümer zu den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft.