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Mittwoch, 25. April 2012

Für eine innovative und nachhaltige Landwirtschaftspolitik Kreisagrarausschuss diskutiert mit Berger und Optendrenk

Von: CDU Kreisverband Viersen

v.l.n.r. Peter-Josef Coenen, Hanno Platen, Matthias Funken, Heinz Schmitz, Dr. Stefan Berger, Dr. Karl Thoer, Dr. Marcus Optendrenk, Peter Joppen, Bernd Wolfs mit dem hofeigenen Zuchtbullen „TALI“ Bildquelle: C. Pakusch

Die Kandidaten zur Landtagswahl der CDU im Kreis Viersen, Dr. Marcus Optendrenk und Dr. Stefan Berger diskutierten mit Vertretern aus der Landwirtschaft über Ziele für eine nachhaltige und innovative Landwirtschaftspolitik.

Einen Schwerpunkt der Diskussion stellte die Thematik des Flächenverbrauchs dar. Seit einiger Zeit steht das Thema Landwirtschaft auf der Investorenagenda. Die Weltbevölkerung wächst täglich um rund 220.000 Menschen, die ernährt werden wollen. Die Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung werden knapper. Aus diesem Grunde betonte der Vorsitzende des Kreisagrarausschusses, Peter Joppen: „Flächen müssen in der Hand der Familien bleiben, es darf nicht dazu kommen, dass nur noch anonyme Aktiengesellschaften als Eigentümer auftreten.“ Landwirtschaft und Betriebe müssten zwar global ausgerichtet werden, aber die Grundlage müsse „regional bäuerlich“ bleiben. Es sei wichtig, dass die Landwirtschaft mit inhabergeführten Betrieben ihre Stellung als Arbeitgeber behalte. Jeder 8. Arbeitsplatz ist im vor- bzw. nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft angesiedelt.

Einig war sich die Runde darüber, dass der Flächenverbrauch generell „runtergeschraubt“ werden müsse, die landwirtschaftlichen Flächen aber erhalten werden müssen. Bei der Ausgleichsflächenregelung wollen sich Optendrenk und Berger für eine Überarbeitung einsetzen.

„Deutschland ist das drittgrößte Agrarland. Es ist wichtig, die Interessen der Vertreter der Landwirtschaft zu kennen und diese frühzeitig in politischen Entscheidungen zu berücksichtigen“, so Optendrenk.

Die Landwirte regten auch an, dass sich die Politiker dafür einsetzen sollten, dass es zu keiner Bevorzugung von Bioprodukten gegenüber den konventionell erzeugten Produkten geben solle. Beide Produktionsarten sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Optendrenk und Berger unterstrichen, dass, wenn es eine Beteiligung der CDU in der Regierung nach dem 13. Mai geben sollte, die Union ihre Priorität auf die Besetzung des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz legen werde. „Es muss endlich wieder praxisorientierte und mit der Landwirtschaft abgestimmte Politik geben, wofür die Union steht. Die ständigen Eingriffe von außen und die zusätzliche Bürokratisierung müssen ein Ende haben“, so Berger.