Aktuelle Meldungen

Montag, 30. April 2012

CDU fordert Erweiterung der Nettetaler Gesamtschule um zwei Züge – Zukunftsfähige Lösung zur Entwicklung der Schullandschaft

Von: CDU Fraktion Nettetal

Günter Werner, Fraktionsvorsitzender

Nettetal. In ihrer Klausurtagung hat die Nettetaler CDU Fraktion gemeinsam mit Bürgermeister Christian Wagner, und den beiden Beigeordneten Armin Schönfelder und Susanne Fritzsche getagt. „Wir beantragen die Erweiterung unserer Nettetaler Gesamtschule um zwei Züge“ fasst der Fraktionsvorsitzende Günter Werner das wesentliche Ergebnis zusammen. Parteivorsitzender und schulpolitischer Sprecher Jürgen Boyxen ergänzt: „Damit schließen wir unseren im vergangenen Jahr begonnenen und sehr gründlich durchgeführten Meinungsbildungsprozess verantwortungsbewusst ab“. Beide betonen, dass diese Entscheidung notwendig ist, um die Nettetaler Schulstruktur langfristig zukunftssicher und qualitativ hochwertig zu gestalten. „Mit dieser Entscheidung haben wir die beste Lösung gefunden, um dem veränderten Anmeldeverhalten der Eltern und gleichzeitig den durch den demographischen Wandel sinkenden Schülerzahlen zu entsprechen“ begründet Günter Werner die Notwendigkeit für die Entscheidung.

Die Lösung der CDU sieht vor, dass mittel- und langfristig auf jeden Fall in Nettetal Gymnasium, Realschule und Gesamtschule existieren werden. Es kann derzeit noch nicht beurteilt werden, inwiefern langfristig eine eigenständige Hauptschule fortgeführt werden kann. Ab dem Schuljahr 2013/2014 soll die Hauptschule Lobberich keine neuen Schüler mehr aufnehmen. Trotz der sehr guten Arbeit an der Hauptschule Lobberich blieben die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren zu niedrig. Auf jeden Fall steht die Gesamtschule verstärkt in der Pflicht, ihrem integrativen Anspruch entsprechend Hauptschüler aufzunehmen und zu fördern.

„In unserem Entscheidungsprozess haben wir zahlreiche Alternativen verglichen und kommen zum Schluss, dass die Vorteile bei der von uns angestrebten Erweiterung der Gesamtschule deutlich überwiegen“ sagt Jürgen Boyxen. Eine Alternative wäre die Einrichtung einer Sekundarschule ohne Oberstufe gewesen, in der Realschule und Hauptschule aufgehen würden. Dadurch würde allerdings nicht dem Willen vieler Eltern entsprochen, ihr Kind in der Gesamtschule anmelden zu können, außerdem wären die Auswirkungen auf die Oberstufe des Werner-Jaeger-Gymnasiums nicht abzusehen.

Die Verwaltung wird nun beauftragt, insbesondere die organisatorischen Schritte und die finanziellen Anforderungen zur Erweiterung der Gesamtschule zur abschließenden Beschlussfassung im Schulausschuss aufzubereiten. Ziel der CDU Fraktion ist es, dass die Gesamtschulerweiterung ohne erhebliche Investitionen umgesetzt werden kann, die vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahlen nicht vertretbar wären. 

Dieser Entscheidung ist ein gründlicher Meinungsbildungsprozess innerhalb der CDU Fraktion vorausgegangen. Ende letzten Jahres hat die CDU Fraktion dazu einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet, der sämtliche Aspekte und Auswirkungen zur Entscheidung über die Schullandschaft umfasste.