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Freitag, 18. März 2016

Steigende Kriminalität – Ausweitung der Aufgaben aber: weniger Personal bei der Polizei

Von: CDU Kreistagsfraktion

Die Kriminalität im Kreis Viersen steigt deutlich an. Über 40% mehr Einbrüche im vergangenen Jahr als in den Vorjahren. Eine geringe Aufklärungsquote.

Höchste Anzahl an gefährlichen und schweren Körperverletzungen seit drei Jahren.

Höchste Zahl der Raubdelikte seit mindestens mehr als 5 Jahren,
Und das neue Konzept zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs (stärke Präsenz und mehr Kontrolldruck) konnte wegen der Begrenzung der Personalstärke nicht erfolgreich umgesetzt werden.

Keine Bankrotterklärung aber eine besorgniserregende Entwicklung auch hier bei uns im Kreis Viersen. Seit mehreren Jahren gibt es Personalrückgang bei der Kreispolizeibehörde. Hatte die Behörde im Jahre 2012 noch 426 Mitarbeiter waren es im Jahre 2015 nur 398. Bis zum Jahre 2020 ist ein weiteres Minus von etwa 25 Stellen zu erwarten. Dies bedeutet eine Gesamtreduzierung bis 2020 im Vergleich zum Jahre 2012 um 53 Stellen oder um 12,5 %. Stellt Manfred Wolfers – stellvertretender Vorsitzender im Polizeibeirat Polizeibehörde Viersen – fest. Es ist ein simples Beispiel von Mengenlehre, dass die verbleibenden Beamten auch bei vorbildlicher Arbeit und hohem Einsatz sowie Überstunden dies nur schwer oder unzureichend bewältigen können. Bedauerlich und nicht akzeptabel ist auch die Entwicklung der Gewaltbereitschaft gegenüber Polizei, Sicherungs-, Ordnungs- und Rettungspersonal. Auch diese Entwicklung muss bei der Personalzumessung berücksichtigt werden. Die CDU-Kreistagsfraktion – so ihr Vorsitzender Michael Aach – wird in Zukunft sorgfältig und mit Bedacht die Entwicklung im Kreis beobachten und die Entscheidungsträger im Land Nordrhein-Westfalen auffordern, hier für eine Kehrtwende Sorge zu tragen.