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Donnerstag, 18. Februar 2016

Hohe Lebensqualität in der Pflege

Von: Uwe Schummer MdB

Viersen, 18. Februar 2016: Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Kreises Viersen, Uwe Schummer, absolvierte ein Praktikum bei der Intensivpflege care4plus in Viersen. Der Politiker nutzt regelmäßig Praktika, um auf diese Weise einen Einblick in die Umsetzung von Bundesgesetzen vor Ort zu bekommen.

Die beiden Geschäftsführerinnen des mobilen Intensivpflegeunternehmens, Nicole Kaisers und Monika Gronsfeld, haben sich vor zwei Jahren selbstständig gemacht.  Mittlerweile beschäftigen sie zwölf Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Die Pflege ist den Beiden nicht fremd: Nicole Kaisers kommt aus der Altenpflege, Monika Gronsfeld hat zuvor im Bereich der Intensiv- und Anästhesiepflege in einer Klinik gearbeitet.

Dass die Beiden ihr Handwerk verstehen, zeigt sich bei dem ersten Besuch einer Intensivpflegepatienten. Ihre Mitarbeiterin Andrea Fahn ist bereits seit Schichtbeginn um 6 Uhr vor Ort, mit den beiden erfolgt eine kurze Abstimmung der Dienstpläne. Die gelernte Krankenschwester, Andrea Fahn, hat die Patienten bereits versorgt. Das Sauerstoffgerät ist eingestellt, die Patientin ist frisch gewaschen, Medikamente sind eingenommen und ein Kaffee wird auch gereicht. „Unser Ziel ist es, dass die Patienten das Höchstmaß an Lebensqualität in ihrer eigenen Umgebung haben. Wichtig ist für uns, dass unsere Mitarbeiter richtig viel Zeit für die Pflege der Patienten haben“, unterstreichen Nicole Kaisers und Monika Gronsfeld.

Wichtige Grundlage für eine gute Intensivpflege ist, „dass der Spagat zwischen der Privatsphäre und der Versorgung gelingt“, betonen die Pflegeexperten. Die beiden Geschäftsführerinnen haben aber auch einen umfangreichen Fragenkatalog für den Bundestagsabgeordneten vorbereitet, den es abzuarbeiten gilt. Ein Thema ist die Ausbildung und der Personalbedarf im Bereich der Pflege. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter des Intensivpflegedienstes als Qualifikation eine dreijährige Examination vorweisen können. Gerne würden Kaisers und Gronsfeld expandieren, suchen dafür aber regelmäßig Pflegepersonal. „Expandieren ja, aber Patienten sollen keine Nummer sein. Individuelle Pflege wäre nicht möglich, wenn unser Patientenstamm zu groß wird“, betonen die Beiden übereinstimmend. Für die Rundumbetreuung eines Intensivpatienten sind fünf Mitarbeiter aufgrund der Schichten nötig.  Der Abgeordnete unterstrich im Gespräch mit den Pflegeexperten die Chance der Änderung des Berufsbildes im Bereich der Pflege und die Möglichkeiten der Stufenausbildung, beginnend mit der Grundausbildung mit einer späteren Qualifikation. Uwe Schummer will sich in Berlin für die Stärkung der Pflegekammern einsetzen, damit die gemeinsame Interessen der Pflegekräfte besser vertreten werden.

Ein weiterer Aufgabenbereich des Intensivpflegedienstes ist die Kinderintensivpflege, die noch intensiver ist. Neben dem schnellen Handeln und einem hohen Ressourcenbedarf, ist auch die physische Belastung der Eltern ist eine Herausforderung der Pflegekräfte.

Nach dem Praktikum zeigte sich der Abgeordnete von dem breiten Aufgabenfeld und den Eindrücken der Arbeit beeindruckt. „Die Patienten sollen das Alltagsleben so gut wie möglich in vertrauter Umgebung genießen können. Durch die Alltagssituationen wird auch die Lebensqualität der Patienten erhöht“, so Uwe Schummer.  

Weitere Informationen zum Intensivpflegedienst werden unter www.careplus4you.de bereitgestellt.