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Montag, 14. September 2015

Betriebsbesichtigung Lohnunternehmung Klaas der CDU Leuth

Von: CDU Ortsausschuss Leuth

Gleich zwei thematische Schwerpunkte hatte die CDU Leuth bei ihrer Betriebsbesichtigung der Lohnunternehmung Hans-Josef Klaas, an der neben zahlreichen Mitgliedern der CDU Leuth auch gleich drei hochrangige Politiker der CDU im Kreis Viersen teilnahmen: Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer, Landtagsabgeordneter Dr. Marcus Optendrenk und Landratskandidat Dr. Andreas Coenen. Vor der eigentlichen Betriebsbesichtigung setzte der Leuther CDU Vorsitzende Wilhelm Ridder das Thema Flüchtlingspolitik "Wir müssen uns damit beschäftigen, denn alle politischen Ebenen sind betroffen". Dies zeigte sich auch in der Diskussion, in der durch die drei "Spitzenpolitiker" Bund, Land und Kommune vertreten waren. Uwe Schummer und Dr. Marcus Optendrenk erläuterten auf eindringliche Weise unter anderem die Probleme durch die Schlepperbanden in den Westbalkanländern und den politischen Handlungsdruck im Umgang mit den Flüchtlingen, die aus dem Westbalkan kommen, obwohl ihre Heimatländer sich auf den EU-Beitritt vorbereiten. Außerdem wurde deutlich gemacht, dass die nordrheinwestfälische Landesregierung nur 25 % der Mittel des Bundes an die Kommunen der Flüchtlingshilfe weitergibt, wobei in Bayern 100% ankommen: "Frau Kraft hat klebrige Hände" sagte Schummer. Gelobt wurde der kreative und lösungsorientierte Ansatz der Stadt Nettetal beim Umgang mit dem Flüchtlingsstrom. Die CDU Leuth sammelte eine Spende von 205 Euro für die Nettetaler Flüchtlingshilfe.

Anschließend erläuterte Hans-Josef Klaas mit seiner Familie die Aufgaben, Geschichte und Herausforderungen seines Lohnunternehmens. Das 1949 gegründete Lohnunternehmen, in dem bereits die dritte Klaas-Generation tätig ist, verfügt über 25 Fahrzeuge und bietet Dienstleistungen rund um Ernte und Rodung nahezu aller wichtigen, heimischen Pflanzen der Landwirtschaft, zum Beispiel Rüben, Kartoffeln und Mais. Inzwischen hat sich das Leistungsspektrum sogar bis auf Bankettfäsearbeiten für Kommunen erweitert, die Sohn Stefan Klaas mit seiner Firma "Klaas Kommunale Technik" anbietet. In der Diskussion mit den Teilnehmern zeigten sich aber auch Herausforderungen, denen sich Uwe Schummer und Dr. Andreas Coenen annehmen wollen. Durch die Einstufung eine Lohnunternehmens ans Gewerbebetrieb, statt als landwirtschaftlicher Betrieb, entsteht ein großer Berg an bürokratischem Aufwand für Firmen aus diesem Sektor, insbesondere bezüglich der Aufzeichnungspflicht im Zusammenhang mit dem Mindestlohn. Uwe Schummer versprach eine Überprüfung hinsichtlich möglicher Vereinfachungen für die Branche. Ein weiteres bürokratisches Problem besteht in dem sehr langwierigen Antrags- und Prüfverfahren für Fahrten der Fahrzeuge mit Überbreite. Alle Kreise und Kommunen, die auf dem Weg zu einem Einsatzort liegen, müssen eine Genehmigung erteilt werden. Auch diese Frage nahmen die Politiker als "Hausaufgabe" mit.

Abschließend bedankten sich alle Teilnehmer für die interessanten Diskussionen zu zwei unterschiedlichen aber wichtigen Themen.