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Montag, 12. Januar 2015

Neujahrsempfang mit Jubilarsehrungen

Von: Heinz-Willi Schmitz

Nettetal Bescheiden begründete der Vorsitzende der Nettetaler CDU, Jürgen Boyxen, man dürfe auch bei „einem eher unbedeutenden Neujahrsempfang“ nicht vergessen, dass die CDU eine Volkspartei sei, die auch übergeordnete Ziele verfolge, „für die auch wir als Parteimitglieder uns überall dort einsetzen sollten, wo wir es können.“

Zu Beginn des Neujahresempfangs in Hinsbeck gedachten die Anwesenden der Toten in Frankreich und zeigten ihr Mitgefühl. Jürgen Boyxen sprach von einer jedes Tabu missachtenden und die Vorstellung von Menschlichkeit und friedlichem Zusammenleben radikal ablehnenden Verhalten, das fassungslos mache.

Er nannte Themen der Zukunft. Die Bildung der Kinder müsse von zentraler Bedeutung sein. Bildung schaffe sozialen Frieden und soziale Gerechtigkeit. Die CDU müsse Vorreiter für den Klimaschutz sein. Entsprechend eines Beschlusses des CDU-Bundestagsparteitages aus Dezember 2014 solle Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien bis 2050 auf 80% steigern und die Emission klimaschädlicher Treibhausgase um mindestens 80% gegenüber 1990 reduzieren. Es gehe um saubere und sichere Energie sowie Klimaschutz statt Ausbeutung der Umwelt. Klimaschutzrelevante konkrete Projekte, die man in Nettetal auf den Weg bringen wolle, sollen konkret und effizient sein.

Deutschland sei ein Einwanderungsland. Als Grundregeln nannte er: Gewaltfreies von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Zusammenleben, Einhaltung demokratischer Spielregeln, wie Meinungsfreiheit, Toleranz, Religionsfreiheit und Minderheitenschutz, Gleichberechtigung der Frau.

Unverzichtbar sei ein wechselseitiger Respekt vor dem, was dem anderen heilig ist. „Alles andere muss dann ganz einfach sein. Ängste sind vollkommen überflüssig!“ Integration verlange nicht, Gebräuche und Traditionen zu verstecken oder aufzugeben: „Wir müssen nicht den Sankt Martins Zug zu einem Mond-und-Sterne-Fest umetikettieren und dürfen auch die Weihnachtsmärkte weiterhin so bezeichnen. Es sind nach meinem Empfinden nicht die Zuwanderer, die unsere Lebensgewohnheiten in Frage stellen, sondern übereifrige Zeitgenossen, die da einiges falsch verstanden haben.“ Begegnung, nicht Konfrontation der Kulturen,Solidarität statt ängstlichem Egoismus, herzliche und offene Gastfreundschaft statt Zurückweisung müssten gelten: „Wir brauchen viel mehr Wagemut und Unternehmungsgeist statt besorgter Versicherungsmentalität.“ Jürgen Boyxen schließlich:“Auf die vielfach gestellte Frage: Wird das neue Jahr Gutes bringen, sollten wir mit ehrlicher Überzeugung antworten: Ja, wir werden dafür sorgen!“

Der Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk schilderte das Engagement des Polizisten Heiko Lamertz im Südsudan und ermunterte spontan zu einer Spende, die dort bei der Einrichtung einer Schule verwandt werden könnte. Im gläsernen Sektkübel kamen 550 Euro zusammen.

Geehrt wurden für 50-jährige Mitgliedschaft Peter Beyen, Kurt Heinrich und Dr. Theo Optendrenk, für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU Norbert Backes, Manfred Delißen, Albert Geritz, Hans Nopper, Günter Werner und Willi Wittmann. Von denen, die der CDU 25 Jahre angehören, waren anwesend Dr. Michael Blum und Ingo Heymann. Die ersten drei auf der Liste der Jubilare, aber nicht anwesend, waren: Dr. Horst Kaßler (69 Jahre Mitglied), Hanns Backes (66) und Leo Frenken (63).