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Montag, 02. Februar 2015

Informationen zum Erbrecht

Von: Senioren Union Nettetal, Greta van der Beek-Optendrenk

Foto: Wolfgang Peters

Foto: Wolfgang Peters

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Stadtverbandvorsitzender Jürgen Boyxen bei der Senioren-Union

Ein solch großes Interesse hatte die Senioren-Union für den Vortag über Erben und Vererben nicht erwartet. Über 200 Anwesende zählte Geschäftsführer Heinz Clemens anhand der besetzten Stühle und der „Stehplätze“ in der Brücke. Vorsitzende Greta van der Beek-Optendrenk leitete das Thema mit einem kleinen Ausflug  in die Geschichte ein. „Zu allen Zeiten haben sich die meisten Menschen Gedanken um das Erben und Vererben gemacht. Neben ihrem Seelenheil war ihnen wichtig, was aus dem materiellen Ertrag ihres Lebens wurde. Und sie warteten oft sehr lange mit der Entscheidung“, erläuterte sie am Erbvertrag eines alten Hinsbecker Bauernhofes, dessen 250 Jahre alte Urkunde sich im Besitz der Lobbericher Familie Strötges befindet.

Dann kam schnell CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Rechtsanwalt Jürgen Boyxen zu seinen Ausführungen. Mit vielen Beispielen erklärte er nicht nur „Basics“ wie  Testament oder Erbvertrag, sondern die vielen Varianten der möglichen letztwilligen Verfügungen: Vermächtnis, Auflagen, Teilungsanordnung, Testamentsvollstreckung, Vor-, Nacherbfolge. Dass man auch Verbindlichkeiten erben kann, führe oft zu Streit und Auseinandersetzungen vor Gericht. „Weil die Menschen heute immer älter werden und somit auch der Erbfall oft sehr spät eintritt, werden häufig schon zu Lebzeiten Schenkungen gemacht. Wenn Eltern dann zum Pflegefall werden, gibt es nach neuerer Rechtsprechung auch schon mal Zugriff auf das verschenkte Vermögen“, erklärte er lebhaft und ohne Mikrofon den mucksmäuschenstillen Mitgliedern und Gästen. Die systematischen und lebensnah verständlich vorgetragenen Informationen wurden von den Zuhörerinnen und Zuhörern dankbar aufgenommen.