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Montag, 20. April 2015

Mindestlohn ja – Bürokratie nein

Von: Uwe Schummer, MdB

Der heimische Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer, diskutierte mit Landwirten aus dem Kreis Viersen über die Umsetzung des Mindestlohns in landwirtschaftlichen Betrieben. Der Kreisargrarausschuss der Landwirte in der CDU hatte hierzu auf den Hof von Peter van den Broek nach Brüggen eingeladen.

Die Diskussion zeigte, der Mindestlohn selbst ist für die Landwirte nicht das Problem. Die „Geiz ist geil - Mentalität“, die wir an den Lebensmittelpreisen kritisieren, gilt natürlich auch für den Preis der Arbeit. „Gute Arbeit muss gut bezahlt werden“, so die übereinstimmende Meinung der Landwirte und des Abgeordneten.

Der bürokratische Aufwand ist jedoch in der Praxis kaum umzusetzen. Uwe Schummer sprach mit den Landwirten über die Vereinfachungen bei den Dokumentationspflichten. Der Vorsitzende des Kreisagrarausschusses, Peter Joppen, regte an, die Arbeitszeitflexibilität zu stärken. „Insbesondere in der Erntezeit ist eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit notwendig“, so Joppen. Die CDU/CSU Bundestagsfraktion hat eine Initiative zu mehr Flexibilität gestartet. Neben der sehr starren Festlegung der Arbeitszeiten kommt es im Rahmen der Anrechnung von Kost und Logis immer wieder zu größeren Problemen. „In diesem Fall soll durch eine klarstellende Verordnung der Bundesregierung Abhilfe geschaffen werden“, so Schummer.

Beim Rundgang über den landwirtschaftlichen Betrieb sprachen die Landwirte mit Uwe Schummer auch über Themen, wie den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und die Auswirkungen des Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) für die Lebensmittelbranche. Viele der Themen berühren mittlerweile nationale und europäische Rechtssetzung. Schummer regte an, ein gemeinsames Gespräch mit dem Europaabgeordneten, Karl-Heinz Florenz, zu führen. Ziel ist es, ein gemeinsames Vorgehen bei den Themen auf nationaler und europäischer Ebene zu erreichen.