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Dienstag, 07. Oktober 2014

Wohnen ist Lebensqualität

75 % öffentlicher Wohnungsbau, 25 % frei finanzierter Wohnungsbau, Bau von Eigentumswohnungen und Vermarktung von Grundstücken, das ist das Profil der Baugesellschaft Nettetal.

Dass darüber hinaus auch Verwaltungen für nicht eigene Wohnungen zum Leistungsangebot gehören, war nur den wenigsten der über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bekannt.

Eingeladen hatte die Senioren-Union zum Thema „Leben und Wohnen in Nettetal“. Der kaufmännische Vorstand der Baugesellschaft, Dipl. Betriebswirt Sven Karth, führte 45 Minuten durch die Rahmendaten der Wohnungswirtschaft. Besonders widmete er sich dem demografischen Wandel. Obwohl die Einwohnerzahl trotz Zuwanderung sinkt, steigt der Bedarf an kleineren Wohnungen. Nettetal sei hier vor allem mit den innerstädtischen Baugebieten bestens gerüstet. 5 Mio. Euro umfasse das aktuelle Investitionsvolumen der Baugesellschaft. Nicht nur die örtliche und regionale Handwerkerschaft freue dies, sondern auch die Nettetaler Mittelstandsvereinigung, deren neue Vorsitzende Helma Josten als Gast dabei war und  ein Grußwort an die Seniorenunion richtete.  Deutschlandweit nehme die Anzahl der über 80-jährigen bis 2050 von 4 Mio. auf 10 Mio. Menschen zu, führte Karth aus. Im gleichen Zeitraum steige der  Bedarf auf 3 Mio. Seniorenwohnungen; bisher gebe es rund 600.000. „Wohnen ist Lebensqualität“ war eine seiner Kernaussagen. Um diese Lebensqualität zu halten, wünschten sich Menschen ab 65 Jahren wohnbegleitende Dienstleistungen, die sie aber in der Regel aber gar nicht oder erst viel später abriefen. Die umfassenden und lebhaften  Ausführungen lieferten Diskussionsstoff für weitere 45 Minuten.

Herbstlich gedeckte Tische ließen die Seniorinnen und Senioren noch lange bei  den Kurzfilmen über Nettetal und bei Gesprächen verweilen. Als nächster Termin wurde der Jahresabschluss am Montag, 1. Dezember angekündigt mit Rückblick, Vorausschau und adventlicher Einstimmung.