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Samstag, 12. April 2014

CDU trifft Wirtschaft: Die Firma pile fabrics zieht nach Nettetal – die Ratskandidaten informieren sich

Von: CDU Stadtverband Nettetal

Foto Vera Gäbler

Foto Harald Post

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Nettetal / Hinsbeck. „Wirtschaft“ stand am 09.04.2014 auf der Agenda der Nettetaler CDU Kandidaten für die Kommunalwahl bei ihrer Veranstaltungsreihe „CDU trifft“. Dabei diskutierten die CDU-Kandidaten mit Herbert Fenkes, dem Geschäftsführer der Firma pile fabrics, die sich auf technische Funktionstextilien spezialisiert hat. Fenkes ist mit seiner Firma jüngst nach Lobberich auf das ehemalige Rokal-Geländer gezogen, wo er nun mit 60 Arbeitsplätzen tätig ist und weltweit Kunden bedient. CDU-Vorsitzender Jürgen Boyxen betonte, dass das besondere Interesse der Diskussionsveranstaltung der Ansiedlung von Unternehmen in Nettetal galt. Mit dem pile fabrics-Chef Fenkes standen also besonders Fragen im Mittelpunkt um das Thema Ansiedlung: Was bewegt ein Unternehmen nach Nettetal zu ziehen? Was erwartet ein Unternehmer von der Stadt und von der Politik? Was sind gute und was sind schlechte Erfahrungen? Gerade vor dem Hintergrund der geplanten Ansiedlungen im Gewerbegebiet VeNeTe sind diese Fragen für die kommende Wahlperiode von großer Bedeutung für die CDU-Politiker. Mit großem Interesse verfolgten die CDU-Kandidaten die Firmenvorstellung von pile fabrics. Die Firma ist „Weltmarktführer in Deutschland“, so Fenkes, im Bereich der technischen Textilien, also Textilien die einer technischen Anwendung dienen. Dies kann unter anderem in Waschstraßen, in Filtersystemen oder in Malerwalzen sein. Ein Beispiel ist die Ausstattung der Klärwerke im amerikanischen Dallas mit hocheffizienten Filtersystemen aus Gewebe der Firma pile fabrics.

Hauptgrund für den Umzug der von pile fabrics vom bisherigen Standort in Viersen nach Lobberich ist das Wachstum der Firma: ein größeres Firmengelände wurde erforderlich. Dabei war die relativ niedrige Gewerbesteuer der Stadt Nettetal ein günstiger Nebeneffekt, ebenso wie die gute Verkehrsanbindung. Fenkes diskutierte mit der CDU auch seine sorgen bezüglich Fachkräftemangel. Es sei für ihn schwierig, Weber oder Veredler zu gewinnen. Bürgermeister Wagner regte eine Teilnahme am „Tag der offenen Tür der Nettetaler Betriebe“ an, was Fenkes gerne aufgreifen will, denn seine Firma leide bezüglich der Nachwuchsgewinnung unter dem Image der Textilindustrie. Allerdings seien die Berufsperspektiven im Bereich der technischen Funktionstextilien sehr gut, da der Bedarf sehr hoch ist und da es hochkomplexe Entwicklungs- und Herstellungsverfahren seien, die nicht in Niedriglohnländer abwandern würden. Abschließend fragten Spitzenkandidaten Ingo Heymann und Lobberichs Ortsvorsteher Harald Post danach, was Fenkes als Unternehmer von Stadt und Politik erwarte. „Ganz einfach, hilfsbereitschaft, kompetente Ansprechpartner und schnelle Bearbeitung“ so Fenkes. Dies hat er in Nettetal vorgefunden.