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Dienstag, 01. Oktober 2013

CDU Fraktion schlägt Modellprojekt für die Inklusion in Nettetal vor

Von: CDU Fraktion im Rat der Stadt Nettetal

Nettetal. Die CDU Fraktion im Rat der Stadt Nettetal hat sich in ihrer Klausurtagung am 28.09 und 29.09. in Schermbeck intensiv mit Kernthemen, die in den nächsten Monaten entschieden werden müssen, beschäftigt. Unter Leitung des Fraktionsvorsitzenden Günter Werner tagte die Fraktion gemeinsam mit Bürgermeister Christian Wagner und der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche.

Eine wichtige Zukunftsfrage ist die Umsetzung der Inklusion in Nettetal. Inklusion im Bildungssystem bedeutet das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung. „Wir verfolgen dieses Ziel ausdrücklich. Es leitet sich von unserem christlichen Menschenbild ab und der inklusive Unterricht bietet sowohl für die Kinder mit Behinderung, als auch die Kinder ohne Behinderung Chancen bezüglich Lernerfolg und sozialer Kompetenz“ sagte der schulpolitische Sprecher und Parteivorsitzende Jürgen Boyxen.

„Allerdings stellt die Landesregierung uns mir Ihrer Gesetzgebung zur Inklusion vor ein Dilemma: Zur Umsetzung des von uns unterstützen Ziels des inklusiven Unterrichts werden nicht die erforderlichen Mittel und das erforderliche Personal zur Verfügung gestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Landesregierung Mindestgrößen für Förderschulen festlegt. Dadurch kann unsere Nettetaler Förderschule, der Comeniusschule, nicht eigenständig fortgeführt werden. Sie kann höchstens als Nebenstandort an eine andere, größere Förderschule angegliedert werden.“ ergänzt Boyxen.

Boyxen betont, dass es besonders wichtig ist, bei der Umsetzung der Inklusion die Belange aller Beteiligten bestmöglich zu beachten. Aufgrund der zu geringen Ausstattung durch die Landesregierung steht das Lehrpersonal vor einem Spagat, wenn ein Kind mit Behinderung höheren Betreuungsbedarf hat: kümmere ich mich um das Kind mit Behinderung oder um den Rest der Klasse? Und stehen die entsprechende Ausstattung und die Räumlichkeiten zur Verfügung?

„Diesem Spagat wollen wir mit einem Modellprojekt entgegenwirken“ fasst Fraktionsvorsitzender Günter Werner die Beratungsergebnisse zusammen. Boyxen erklärt: Wir wollen einen schulübergreifenden Rückzugsraum einrichten, der mit fachlich qualifiziertem Personal und mit der notwendigen räumlichen Ausstattung ausgestattet ist.“ So können Kinder mit Behinderungen – wenn es darauf ankommt – den erhöhten Förderbedarf in Anspruch nehmen, in dem sie zeitlich befristet in diesem Zentrum gefördert und betreut werden. Und im Regelfall findet der Unterricht gemeinsam in der allgemeinen Schulklasse statt.

Diesen Vorschlag eines Modellprojektes wird die CDU Fraktion Nettetal in den weiteren Beratungsverlauf über den Schulausschuss einbringen.

Außerdem hat sich die Fraktion intensiv mit den Fragen der Schulentwicklungsplanung im Bereich Grundschulen beschäftigt. Hierzu liegen aber noch nicht alle Prüfergebnisse vor, so dass eine abschließende Meinungsbildung erst zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 17.10. stattfinden wird.