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Montag, 17. Januar 2011

Auf die Bürger zugehen, zuhören!

Von: Eberhard Lange

Neujahrsempfang mit über hundert Gästen

Nettetal. „Noch stärker auf die Bürger zu gehen, zuhören, mit den Bürgern reden.“ will die CDU Nettetal. Jürgen Boyxen,Vorsitzender des CDU Stadtverbands Nettetal konnte amSonntag im Haus Germes-Josten (Hinsbeck) mmehr als einhundert Mitglieder und Freunde begrüßen .. Darunter auch MdL Christian Weisbrich, Bürgermeister Christian Wagner und Fraktionschef Günther Werner.

Die CDU habe bei der Nominierung des Landesvorsitzenden gezeigt, dass sie neue demokratischem Wege geht. Als es um die Entscheidung wegen des Jugendamtes in Nettetal ging, habe sie auf Fraktionszwang verzichtet.“ Bei einem Großteil der anderen Parteien hat es Fraktionszwang gegeben. Das haben wir bewusst vermieden.“ unterstrich Boyxen, der nicht verhehlte, dass der Diskussionsprozess um das eigene Jugendamt nicht immer harmonisch gewesen ist. „Selbstverständlich hat es auch harte Worte und manchmal fehlendes Verständnis für die jeweils andere Meinung gegeben. Wichtig ist jedoch, dass wir diesen Weg des Miteinanderringens genau so gegangen sind, wie wir es getan haben.“ er fuhr fort: „In jedem Fall gilt: Wenn wir die Bürger nicht ernsthaft einbeziehen, wenn wir ihm nicht ernsthaft zuhören können wir nicht verlangen, dass er uns zuhört. “ Für 2011 stehe die Konsolidierung des Haushalts und die Schulstrukturdebatte im Vordergrund. Im Arbeitskreis Schule und Bildung in der von der CDU initiierten Zukunftswerkstatt habe sich die CDU mit Lehrern,Schulleitern und Eltern unterhalten und in einem sehr offenen Gedanken – und Ideenaustausch Möglichkeit künftiger Schulentwicklung in Nettetal erörtert. „Wir hören zu, sammeln alle Sachargumente und dann entscheiden wir.“ so Boyxen. Sachargumente vor Machtkalkül, das ist die Richtschnur unseres Handelns.so Boyxen.

Kreisvorsitzender Dr. Marcus Optendrenk, der wegen des Neujahrsempfangs in Grefrath, etwas später nach Nettetal kam unterstrich: „Deutschland ist besser als alle anderen westlichen Industriestaaten aus der Krise hervorgegangen.Dank guter CDU Politik und dank der Grundsätze: Vielfalt statt Einfalt. Zukunft dürfe man nicht negativ sehen.Zukunft biete Chancen – und die werde die CDU gestalten.

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand die Ehrung von langjährigen Mitgliedern.

Jubilarehrung bei der CDU Nettetal

50 Jahre: Alois Hackenbruch (Lobberich) Karl Lehnen (Schaag) und Hermann Josef Müller (Lobberich) .

25 Jahre. Dr. Wolfram Friesen (Lobberich) und, Günter Syben (Schaag)

Goldjubilare vielfach aktiv: seit 50 Jahren in der CDU

Vorsitzender der Senioren Union Alt-Ratsherr: Alois Hackenbruch

Alois Hackenbruch, seit mehr als 45 Jahren aktiv in der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB), deren Vorsitzender er seit 45 Jahren ist, und seit über 45 Jahren Vorsitzender der im Grenzschützenbund organisierten Schützengesellschaft „Lobberich-Nord“ Geboren am 18. April 1930. 29 Jahre gehörte er dem Rat der Gemeinde bzw. der Stadt Lobberich, später der Stadt Nettetal von 1961 bis 1989 an. Obwohl seine Freunde den damaligen Endfünfziger vor mehr als zehn Jahren drängten weiter für den Stadtrat zu kandidieren, blieb der CDU-Politiker konsequent. „Es sollten jüngere ran, man soll nicht zu lange an politischen Ämtern kleben. “Meinte der immer noch jung wirkende damals. Er wollte sich mehr seiner Familie, Haus und Garten und seinen Hobbys widmen. Im Stadtrat engagierte er sich besonders intensiv im Sozial-und im Schulausschuss, um die von ihm vertretene Sozial –und Schulpolitik umsetzen zu können. Er war aber auch im Finanz- und Liegenschaftsausschuß tätig. Auch als Nichtratsmitglied arbeitete er weiter in der CDU mit, deshalb war es für ihn nur konsequent, als 1994 in Nettetal eine Senioren Union gegründet wurde darin mitzuarbeiten und als ihn die Senioren zum Vorsitzenden wählten, da sagte er nicht nein. Seit nunmehr 16 Jahren ist der Mitgründer der Senioren Union Nettetal deren Vorsitzender. Er ist ein Mann des Ausgleichs, der eigene Ideen entwickelt, zuhören kann und die Sorgen der einfachen Menschen kennt. Alois hat einen großen Haus –und Gemüsegarten. Zu seinen Hobbys, gehört das Karten mit Freunden. Er ist Vater von zwei Kindern und Opa von zwei Enkeln.

Hermann Josef Müller ist am 3. März 1932 in Lobberich geboren. Er ist seit 50 Jahren Mitglied in der CDU. Meisterprüfung als Zahntechniker am 10. Juli 1957 in Köln. Am 21. September 1957 machte er sich selbstständig. Zunächst in der mütterlichen Wohnung an der Bahnstraße, ab Oktober 1958 an der Süchtelner Straße und seit 1964 an der Brabanter Straße.

35 Jahre war er im Prüfungsausschuss mit. Er ist seit 1952 in der Kolpingfamilie Lobberich aktiv, war über 40 Jahre deren Vorsitzender. Seit über 30 Jahren ist er im Vortand der CDU-Mittelstandsvereinigung Nettetal. Bis zur Kommunalen Neugliederung war er für die CDU im Stadtrat Lobberich, 30 Jahre im Kirchenvorstand, zudem Vorsitzender des Kammerchors „capella cantica“ eV. Viele Jahre war er Schöffe beim Schwurgericht Krefeld und im Verwaltungsrat der Sparkasse Lobberich wofür er als einer der ersten in der Region mit der Eberle-Medaille des Rheinischen Sparkassenverbandes geehrt wurde. Auch der Humor kam nicht zu kurz. So war er 1963 Prinz Karneval in Lobberich.

Hermann-Josef Müller kegelt gerne und sammelt Briefmarken. Früher fuhr er gerne zum Skifahren in die Berge. Jetzt fährt er noch lieber in die Bundeshauptstadt Berlin, wo seine Tochter, Schwiegersohn Professor Wolfgang Seiffen mit ihren Kindern wohnen. „Berlin ist deshalb immer eine Reise wert.“ So der Jubilar.

Drei Kinder und 7 Enkel gehören zur Familie. Die beiden Söhne arbeiten im Zahntechniklabor des Vaters. Die Jubilare wohnen mit drei Generationen unter einem Dach.

Karl Lehnen (Schaag), Schreinermeister und erfolgreicher Unternehmer. Als Spezialist für Holzfenster fertigt er für Kollegen in der Region und als Händler von technischen Gasen ist er ü+überregional bekannt. Sein Bestattungsunternehmen engagierte sich für den Friedhof in Schaag.

Seine große Leidenschaft sind Pferde. Früher war er ein bekannter und guter Reiter. Beruf und Gesundheit erlaubten ihm diesen Sport nicht mehr. Dennoch ist er bei Turnieren, natürlich in Schaag und auch in Lobberich immer unter den Zuschauern. Als Sankt Martin reitet er durch Schaag und verteilt die Tüten.

Als Jugendlicher war er Pfadfinder und gehörte zu den ersten in der DPSG Stamm Breyell. Dass er die Grenmze zwischen Breyell und Schaag nie aktzeptierte beweist seine Frau – er verliebte sich i eine Breyellerin und holte sie nach Schaag.

Seit 50 Jahren ist er in der CDU – und er unterstützt die CDU in besonderer Weise. Sein Sohn Ralf Lehnen, ebenfalls Schreinermeister, ist seit 2007 im Rat der Stadt. Er ist Nachfolger von Bertho Lüthen.

Karl Lehnen hält seinem Sohn Ralf den Rücken frei. Unterstützt ihn. Das ist sehr wichtig. Wir alle wünschen uns dass Handwerksmeister und Unternehmer in den Gremien aktiv sind. Das ist oft schwer, manchmal schier unmöglich. Dass Ralf Lehnen Beruf und Ratsarbeit leisten kann, ist Karl Lehnen unserem Goldjubilar auch zu danken.

Willi Zetzen (Hinsbeck) (79),

Er war viele Jahre in der CDU Hinsbeck aktiv.Er strebte, auch berufsbedingt, nie Ämter an, gehörte aber auch in den ersten 20 Jahren nach der kommunalen Neugliederung zu den regelmäßigen Teilnehmern vieler Veranstaltungen.Sein Wort wurde gehört.Sein Sachverstand geschätzt. Als Finanzbeamter und Großbetriebsprüfer war er über den Niederrhein hinaus aktiv. Er galt als Gradlinig. Sogar die Buchführung der Steyler Missionare in St. Augustin prüfte er während seiner Dienstzeit.

Für die CDU war er als Sachkundiger Bürger in verschiedenen Nettetaler Ratsgremien. Besonders wertvoll waren seine Ratschläge nach der kommunalen Neugliederung im Aufsichtsrat der Stadtwerke. Damals wurden die Gemeindewerke Breyell, Hinsbeck und Kaldenkirchen zusammengelegt. Die Wasserversorgung wurde für alle Nettetaler sicher neu geregelt. Gas gabs bis 1970 nur in Kaldenkirchen, Leuth und Lobberich. Willi Zetzen gestaltete unsere Stadt in einem wichtigen Teilbereich mit.

Viele Jahre war er Kirchenrendant in Hinsbeck und viele Jahre Mitglied im Kirchenvorstand.

Sein Herz und seine besonderen Interessen galten dem Schusters-Sohn aus Hinsbeck eben seinem Geburtsort Hinsbeck.

Über 60 Jahre gehört er dem Kirchenchor an , den er auch 25 Jahre lang von 1957 bis 1982 als Vorsitzender leitete. Als 17jähriger Tenor trat er in den Chor ein: „Meine Stimme war damals sehr wertvoll.“ unterstrich er oft..

Willi Zetzen setzte als Vorsitzender Akzente. Entwickelte vielen Aktivitäten: Führte u.a. das Dekanats-Chortreffen ein aber regelte auch die WDR-Live-Übertragung aus der Pfarrkirche Hinsbeck. Organisierte Ausflüge zum Drachenfels, Rhein, Mosel und in die Eifel.