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Samstag, 19. Juni 2010

Drogenpfad und Ordnungspartnerschaft

Von: CDU Breyell

CDU Breyell besuchte Polizeiwache Nettetal

Nettetal. Die Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und der Stadt Nettetal klappt hervorragend – und die Außendienstmitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes sind präsent, bestätigte Erster Polizeihauptkommissar Helmut Anderski, Leiter der Polizeiwache Nettetal in Kaldenkirchen am Freitagnachmittag den Besuchern.

Der CDU Ortsausschuss Breyell war Gast der Polizei. Vorsitzender Oliver Schilden und Breyells Ortsvorsteher Hubert Glock unterstrichen, dass ihnen die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt ein Anliegen sei und erkundigten sich ob es hakt. Wenn ja,wolle man dies im Rat und in den Ausschüssen oder auch Vieraugengespräch mit den Verantwortlichen ansprechen. Helmut Anderski, der bis vor einem Jahr die Polizeiwache Kempen leitete und seit über 30 Jahren in Breyell lebt lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Neue Polizeiwache ist schon 21 Jahre

Anderski führte die Gäste in die Arbeit der Polizei Nettetal ein und zeigte danach die Räumlichkeiten einschl. der Zentrale sowie die Verwahrräume der 1989 errichteten Wache gezeigt. "Wie die Zeit vergeht" bemerkte Ortsvorsteher Glock. Er erinnerte sich noch an die Einweihung der damals modernsten Polizueiwache des Landes in Kaldenkirchen. Zeitgleich sei damals die neue Eisenbahnunterführung in Kaldenkirchen gebaut worden. Der Polizeibus mit dem Polizeiorchester an Bord blieb damals in der Baustelle stecken. Eine Anekdote die in die Geschichte der Polizei eingegangen ist.

Die CDU erfuhr aber auch , dass es immer noch keinen digitalen

Funk gibt und auch die Zentrale von der Einrichtung her „in die Jahre gekommen ist .“

Streifenwagne und Computer: Immer neuester HighTech Stand

Überhaupt nicht in die Jahre gekommensind die EEinsatzmittel Die technische Ausstattung (PC's, Auto's) seien perfekt, da sie geleast sind und alle zwei Jahre erneuert werden. Die Personalsituation ist knapp: Derzeit sind 6 Beamte dauerkrank, was die Situation und Arbeit nicht erleichtert, insbesondere mit Blick auf das sehr große Einzugs- bzw. Einsatzgebiet entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Nettetal, Brüggen und Niederkrüchten gehören zum Einsatzgebiet. Die Polizei ist auch in Nettetal "rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche, an 365 Tagen im Jahr im Einsatz. Es wird dreischichtig gearbeitet, wobei immer zwei Fahrzeuge im Einsatz sind.

Ermittlungstrupp Drogenpfad, 2700 Maßnahmen seit Gründung 2008

Das Thema Drogenpfad interessierte auch die Breyeller. Schließlich steigen manche Haschischkäufer schon im Bahnhof Breyell aus bzw. in Breyell in den Zug ein um den Kontrollen in der Nähe des Grenzbahnhofs Kaldenkirchen zu entgehen,.

Zwei Beamte des Ermittlungstrupps

"Drogenpfad" erläuterten mittels einer Präsentation die Arbeit des Trupps dem derzeit zwei Beamte angehören, der aber im Bedarfsfall auch verstärkt wird. So unterstützen auch Beamte des Beuzirksdienstes Kollegen und Zollbeamte bei gemeinsamen Kontrollen am Drogenpfad, zuletzt noch auf der Steyler Straße.

Bei der Gründung des Einsatztrupps im September 2008 wurde dieser mit 7 Beamten massiv bearbeitet und auf dem Drogenpfad zwischen Steyler Straße und Leuth (Achse Tor 9/Segelflugplatz) massiv Polizeipräsens gezeigt. Damals gab es 20 Raubüberfälle und viele Festnahmen auf dem Drogenpfad.Die Fallzahlen sind zurückgegangen so dass Im Verlauf des Einsatzes die

Beamtenzahl reduziert werden konnte , da durch die Polizeipräses die massiven und brutalen Ausschreitungen ein Ende hatten.

Insgesamt wurden von September 2008 bis 2010 ca. 2700 Maßnahmen

(Festnahmen, Platzverweise, Anklagen etc.) durchgeführt.

Während der abschließenden Diskussion wurde das Thema kritisch diskutiert. Oliver Schilden merkte an: „Es steht fest, dass die Arbeit der Polizei vor Ort durchgeführt werden muss, um den "Kunden" das Feld nicht zu überlassen. Festgestellt wurde, dass ein Großteil der Festgenommenen Hartz IV Empfänger sind. Kritisch merkten die Gäste an, dass in den Medien der Drogenkpnsum oft noch als chic und als gesellschaftsfähig dargestellt wird.

Der Appel: Drogen rauchen macht krank, dumm und abhängig Deshalb müsse sich in der Öffentlichkeit der Gedanke und die

Einstellung festigt werden, dass auch Haschisch rauchen kein Kavaliersdelikt ist und es nicht schick ist, dass auch die heute in den Niederlanden gehandelten Cannabisprodukte (Marihuana und Haschisch) die Gesundheit ruinieren. "Auch hier müssen die Eltern Vorbilder sein,positives vorleben." so Schilden, der sich bei der Polizei für die freundliche Aufnahme und das offene Gespräch bedankte.