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Dienstag, 14. Dezember 2010

Rückkehr zum Prinzip des ehrbaren Kaufmanns

Von: CDU Kreis Viersen

DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch plädiert für ethisches Handeln in der Wirtschaft

Ein weiteres Highlight ist der Besuch von Wolfgang Bosbach, dem Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, anlässlich des Neujahrsempfangs der CDU Tönisvorst am 11. Januar 2011 zum Thema "Innere Sicherheit".

Viele Banker hatten vergessen, dass die Abkoppelung des Bankgeschäftes von der realen Wirtschaft auf Dauer zu einem Problem wird. Das ist eine der wesentlichen Ursachen der Finanzkrise, die wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben." Diese These vertrat Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, Frankfurt am Montagabend beim Forum "Gesellschaftspolitik" der CDU Kreis Viersen.

Ca. 70 Zuhörer waren trotz Schneefalls in das Dülkener Emporium gekommen, um mit Vorstandsvorsitzenden der Dachbank der Volks- und Raiffeisenbanken zu diskutieren. Unter Leitung des CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Marcus Optendrenk und Moderation von Dr. Hubertus Zilkens wurde auch die Frage diskutiert, ob moralisches Handeln in der Wirtschaft eine Chance hat. "Wir erleben derzeit, auch als Folge der Krise, die Rückkehr zum Prinzip des ehrbaren Kaufmanns. Das bedeutet, dass man seine Geschäfte nach den Kriterien von Treu und Glauben betreibt. Vertrauen ist nicht nur für Banken das wichtigste Gut," so Kirsch in seinem Eingangsreferat. Kirsch kam nicht als Unbekannter nach Dülken. Immerhin war der gebürtige Bensberger von 1988 bis 1993 Direktor bei der Deutschen Bank in Viersen. In dieser Zeit wurde er auch Ehrensenator der Dülkener Narrenakademie, der er bis heute verbunden ist. Außerdem war er in dieser Zeit auch Schatzmeister der Mittelstandsvereinigung der CDU im Kreis Viersen. Danach führten ihn Stationen bei der Deutschen Bank in Düsseldorf, Frankfurt und Singapur schließlich in den Vorstand der DZ Bank. "Im Genossenschaftssektor habe ich das wieder gefunden, was ich aus meiner Zeit in Viersen noch kannte: die Konzentration auf den heimischen Markt und das Verständnis dafür, dass alle Teilbereiche des Bankgeschäftes wichtig sind. Deshalb war der Wechsel von der Deutschen Bank zur DZ Bank für mich auch kein Kulturbruch", so Kirsch in Dülken.