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Mittwoch, 14. April 2010

Saalbau auf der Heide: CDU will geordnetes Verfahren - Suche nach der Quadratur des Kreises - Wenn nicht innerorts, nicht außerorts wo dann?

Von: CDU Hinsbeck

Hinsbeck. "Wir wollen erst die Stellungnahme der Naturschutzbehörden abwarten, dann, wenn noch notwendig, zu einer Bürgerversammlung einladen!" unterstrich Horst Fänger, Vorsitzender des CDU Ortsausschusses Hinsbeck während der Mitgliederversammlung am Mittwoch in der Hotel-Pension "Zum Mühlenberg". Hans Kohnen fand eine breite Mehrheit für seinen Antrag, das Thema "Saalbau auf der Heide" auf die Tagesordnug zu setzen. Zustimmung gab es auch für seine Anregung, die CDU möge das Thema auf einer Bürgerversammlung diskutieren. Den Antrag, möglichst umgehend zu einer Bürgerversammlung einzuberufen unterstützte auch Dr. Dominic Kohnen, allerdings folgte die Mehrheit schließlich Horst Fänger: "Wir müssen erst wissen was möglich ist. Eine Bürgerversammlung zum jetzigen Zeitpunkt würde vorhandene Emotionen auf beiden Seiten, bei Gegnern und Befürwortern schüren!" Zuvor hatte Jürgen Boyxen, Vorsitzender des CDU Stadtverband Nettetal, vor 2schnellschüssen" gewarnt: "Ich bin ein Verfechter eines geordneten Verfahrens. Wir wollen sehen was machbar ist. Deshalb hat sich auch die CDU Fraktion entschieden eine Prüfung durch die Naturschutzbehörden abzuwarten. Erst danach könne man einen Abwägungsprozess einleiten." Für Hinsbeck die Quadratur des Kreises suchen Bürgermeister Christian Wagner riet von voreiligen Festlegungen ab. "Wir sind mit der unteren und der oberen Naturschutzbehörde im Gespräch. Der Standort nördlich des Friedhofs wurde schon abgelehnt. Standorte im Ort scheiden aus Immissionsschutzgründen aus. Wir wollen jetzt wissen was überhaupt geht. Wenn es nicht im Innen -und nicht im Außenbereich möglich sit, wo dann?" Darauf wolle er eine Antwort - und die könnte in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Christian Weisbrich erinnerte an die gute Erfahrung mit Bürgerversammlungen in Hinsbeck. Vor 36 Jahren seit der Ausbau der B 509 durch den Ort "als 40 Meter breite Schneise geplant worden." Der VVV setzte sich für eine kleinere Lösung ein. Es gab heftige Diskussionen, weil der Straßenbau deshalb zunächst scheiterte und der Durchgangsverkehr durch die zu schmale Schlossstraße führte. Das sei in einer Bürgerversammlung diskutiert worden und schließlich von der Mehrheit akzeptiert worden." Investor vor Schaden bewahren - Rentabilität früh prüfen Kohnen fragte, ob ein Saal in der Größenordnung 400 in Hinsbeck erforderlioch ist und falls ja, wo befindet sch der beste Standort für Hinsbecker? Der "ortsansässige und zugleich solide Investor sei bereit auf der Heide einen Saal für 400 Personen zu errichten." Ob diese Investition je wirtschaftlich sei, sei zu bezweifeln. Ist unter den gewünschten Gegebenheiten realistisch die weitere Existenz des Jugendheimes für 10 bis 20 Jahren noch zu gewährleisten? Fragte Kohnen und fügte an: "Kann es sein, dass wir in näherer Zukunft eine Saalruine an der Hauptstraße, neben einem dem Verfall preisgegebenen Baudenkmal am Markt, auch in nicht mehr finanzierbares Jugendheim und einen dahinsiechenden Saalneubau auf der Heide zu beklagen haben und Schulräume leer stehen? Wie Gedenken wir in Zukunft mit unserem unschätzbaren Gut Natur, unserem einzogen und einmaligen Kapital, umzugehen, welches wir und Generationen vor uns gehütet und gepflegt haben? Aus Naturschutzgründen wandte sich Kohnen gegen den Standort Heide. Er habe "bewusst nicht in der Unterschriftenliste der Bürgerinitiative gegen den Hallenbau unterschrieben hat." Kohnen zitierte die Leserbriefe;: "Gegen Rummel auf der Heide" - "Wollen keinen Ballermann" und "Ortskern abgehängt!" Horst Fänger erinnerte, dass der Planungsausschuss sch am 20. Mai 2010 mit dem Thema beschäftigt. Rechtzeit9ig vorher müsse die Stellungnahme der Bezirksregierung zum Standort Heide vorliegen. "Erst dann, frühestens im April, kann zu einer Bürgerversammlung eingeladen werden. Ohne Fakten würden lediglich Emotionen gefördert. ""Wir sind für ein geordnetes, faires Verfahren."