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Donnerstag, 26. November 2009

Matthias Timmermanns Medaille für Kohlschein (Süchteln) und Klumpen (Breyell)

Von: CDU Nettetal

Nettetal. Zum 9. Mal wurde die Matthias Timmermanns Gedenkmedaille an erfolgreiche und sozial engagierte mittelständische Unternehmen verliehen: die Kohlschein GmbH (kreative Lösungen aus Pappe und Karton, Süchteln) für die Geschäftsführer Michael Höflich, Enkel des Gründers, und die Firma Klumpen (HKS Arbeitsschuhe, Breyell ) für die die Geschäftsführer Reinhard und Johannes Klumpen Urkunde und Medaille entgegen nahmen. Die Geehrten haben eins gemeinsam: Sie führen die Unternehmen in der dritten Generation - und sind zuversichtlich, dass auch die vierte Generation das Familienunternehmen fortführt. Gemeinsam ist auch das soziale Engagement der Unternehmer. Festredner und erster Gratulant war Kölns Oberbürgermeister a.D. Fritz Schramma (62), der den Mittelstand als stabilen Faktor am Niederrhein, als zuverlässigen Garant für, Ausbildung und Nachwuchsförderung mit viel strategischem Gespür für das Durchstehen der Krise lobte, besonders hervorhob, dass die Eigentümergeführten mittelständischen Unternehmen sich in der Gesellschaft engagieren, Soziales und die Gemeinschaft am Ort fördern und ihrem Ort treu bleiben. Beispielhaft sei wie gerade mittelständische Unternehmen auf dem globalen Markt auch in der Krise durch Innovation, Tempo und Qualität sich behaupten. Eröffnet wurde die knapp zweistündige Feierstunde wiederum vom Pfarrorchester Leuth (Leitung Peter Mahr), das für den musikalischen Rahmen sorgte. Dr. Hubertus Zilkens, stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Nettetal, begrüßte im voll besetzten Saal Dückers die beiden Söhne und Enke von Matthias Timmermanns und besonders Landrat Peter Ottmann, Bürgermeister Christian Wagner und den Landtagsabgeordneten Christian Weisbrich, sowie unter langanhaltende3m Applaus den Festredner OB a. D. Fritz Schramma. Urkunde und Medaille überreichte Thomas Timmermanns, Vorsitzender der CDU Kreis-Mittelstands und Wirtschaftsvereingiung und Sohn von Matthias Timmermanns. "Der Auszeichnung hat uns überrascht - und sehr geehrt." Dankte Michael Höflich (Kohlschein, Süchteln). Den Preis nehme er auch als Auszeichnung für die Mitarbeiter entgegen, denn "Unternehmer und Mitarbeiter sitzen in einem Boot. Ohne gute und langjährige Mitarbeiter sei der Erfolg des Unternehmens nicht möglich." Die Vita von Matthais Timmermanns habe ihn persönlich beeindruckt. Die Preisverleihung werde für ihn Verpflichtung sein auch im Sinne von Timmermanns weiter zu handeln. Johannes Klumpen dankte im Namen der Firma HKS und deren 75 Mitarbeiter für die Ehr8ung. "Wir werden aus dieser Anerkennung neue Energie schöpfen. Der Preis ist für uns Verpflichtung im Sinne Matthias Timmermanns weiter zu arbeiten." Das Unternehmen habe gute und treue Mitarbeiter und sehr gute Partner in ganz Europa, die das erfolgreiche arbeiten möglich machen. CLE Firmenportrait: Kohlschein GmbH, Süchteln 77 Jahre kreative Lösungen aus Pappe und Karton! Der Ursprung kam durch die Weltwirtschaftskrise 1926. I Opa Ewald Kohlschein war Privatbankier. Die Bank geriet damals in Schwierigkeiten, musste liquidiert werden. Ein Kunde kaufte Opa Kohlschein damals eine Maschine und zeigte ihm, wie man Pappe klebt. Als Ewald Kohlschein am 1. Juni 1932 die Eröffnungsbilanz der Einzelfirma "Ewald Kohlschein - EKA-Plattenfabrik" schrieb, ahnte er sicherlich nicht, welche Entwicklung das Unternehmen im Laufe der kommenden Jahrzehnte nehmen würde. Er begann 1933 mit der Produktion einer geklebten Pappe, die er Eka Holzpappe nannte- ein Produkt, welches sich in einer verbesserten, den aktuellen Anforderungen entsprechenden Qualität, bis heute im Programm befindet. 1950 wurde die Einzelfirma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Ewald Kohlschein wurde Komplementär und seine Töchter Walburg Kohlschein und Gisela Höflich Kommanditisten. 1957 wurde Theodor Höflich, weiterer Komplementär in der KG. Nach dem Tod des Gründers übernahm er 1958 die Geschäftsführung. 1980 wurde die KG in eine GmbH umgewandelt. Theodor Höflich wurde Geschäftsführer. 1984 wurden Sohn Michael Höflich weiterer Geschäftsführer. Mit den Söhnen Oliver ( Geschäftsführer) und Daniel (Qualitätsmanagement) ist die dritte Generation aktiv. Kohlschein stanzt, schneidet, sägt, fertigt Plakatbeleistungen, setzt den CAD Schneideplotter ein, konfektioniert und versendet. Displays werden gefertigt und vertrieben. Kohlschein ist ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen das seit 77 Jahren erfolgreich ist und in zwei Werken über 140 qualifizierte und motivierte Mitarbeiter beschäftigt, ist sozial engagiert und unterstützt den Martinsverein, das Krankenhaus, die Feuerwehr und vieles mehr.

Klumpen - AKS Sicherheitsschuhe - Nomen est Omen: "Schuhe bestimmen eine große Familie". Schon der Ur-Ahn von Reinhard und Johannes Klumpen war zur Zeit Napoleons Ur-Ur-Grußvater Caspar Klumpen Schuhmacher am Niederrhein. Vor über 100 Jahren gründete Heinrich Klumpen und seinen zwei Brüdern in Breyell die Firma. Er begann serienmäßig Arbeitsschuhe herzustellen. Die vier Söhne des Firmengründers blieben den Leisten und der Familientradition treu. 1935 entstand der erste Shedbau in Breyell, Natt 18. 1936 handelsgerichtliche Eintragung auf den Namen "Heinrich Klumpen und Söhne".. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine großzügige Erweiterung, 1993 kam eine weitere Produktionshalle hinzu und 1998 entstand zusätzlich ein Logistikzentrum in Bracht, Stiegszraße. 1982 wechselte das Unternehmen in die dritte Generation. Reinhard und Johannes Klumpen teilten sich die administrativen und technischen Aufgaben und geben mit der Marke HKS den qualitativ hochwertigen Sicherheitsschuhen ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Klumpen fertigt mit 75 Mitarbeitern jährlich 250.000 Paar Schuhe. Ziel sind 300.000. Produziert werden Schuhe aus dem mittleren Segment, keine Massenartikel. HKS-Arbeitsschuhe gelten als bequemer, modischer und sportlicher Sicherheitsschuh. Das soziale Engagement geht weit über die Unternehmensgrenzen hinaus. So unterstützen Klumpen die Deutsche Kamerunhilfe Nettetal durch Containergestellung mit Schuhen, aber auch die Afrikanische Vereinigung AWA (Aktionsgemeinschaft Viersen Westafrika e.V.) mit Schwerpunkt in Togo und Benin. Reinhard Klumpen ist Vorsitzender des Nettetaler Kulturkreises der Wirtschaft. Johannes Klumpen ist Vorsitzender des Schulvereins Werner Jaeger Gymnasium.